Schutzstelle am Westpark, Jungenschutzstelle


Adresse

Schutzstelle am Westpark, Jungenschutzstelle
Kreuzeckstr. 10
80686 München
Deutschland

Freie Plätze

Jungenschutzstelle, Clearing: 0

Aktualisiert am 16.12.2018 um 07:24

Zielgruppe

Jungenschutzstelle

Altersgruppe

13 - 17 Jahre

Informationen


Zielgruppe

  • Männliche Jugendliche (13. bis 17. Lebensjahr) in akuten Not- oder Krisensituationen
  • Jugendliche, die durch das Jugendamt in Obhut genommen werden
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die durch das Jugendamt in Obhut genommen werden
  • Jugendliche, die nach einer Ingewahrsamnahme von der Polizei gebracht werden
  • Selbstmelder, die um Obhut bitten (subjektives Schutzbedürfnis)

Rechtsgrundlage

  • Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII)
  • Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen (§ 42 SGB VIII)
  • Kurzzeitunterbringung (§ 27 in Verb. mit § 34 SGB VIII)

Zielsetzung

  • Schutz und Sicherheit vor (drohender) lebens- oder entwicklungsgefährdender Vernachlässigung, Misshandlung, (sexueller) Gewalt (Abwehr der Kindeswohlgefährdung)
  • Deeskalation und Abklärung der Krisensituation sowie Erst- und Alltagsversorgung
  • Sicherstellung der gewohnten Tagesstruktur (Schule, Arbeit etc.) bzw. Entwicklung einer alternativen (vorübergehenden) Tagesstruktur
  • Beteiligung an der Hilfeprozessplanung (Diagnostik, Empfehlung zur Zielvereinbarung und zur Interventionsplanung)
  • Rückführung des Jugendlichen in die Herkunftsfamilie oder Vermittlung in eine weiterführende Hilfe

Aufnahme

  • Jederzeitige und sofortige Aufnahme (365 Tage, 24 Stunden)
  • Eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme durch das Jugendamt, die Polizei oder durch den Selbstmelder ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung

Ausschlusskriterien

  • Selbst- oder Fremdgefährdung, die eine akute medizinische, psychiatrische oder psychologische Behandlung erfordert
  • Verhaltensweisen, die den Schutz und die Sicherheit der anderen Jugendlichen gefährden

Betreuungsumfang

  • Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch ein bis zwei pädagogische Fachkräfte
  • Vermittlung von Geborgenheit, Sicherheit und emotionaler Zuwendung
  • Stabilisierung förderlicher Ressourcen (soziale Kontakte, Schul- oder Ausbildungsbesuch u. a.) und Schutz vor Risikofaktoren (z. B. Familienangehörige, Peers)
  • Geregelte Tagesstruktur (gemeinsame Mahlzeiten, individuelle Ausgangszeiten, verbindliche Ruhezeiten u. a.)
  • Hilfe bei der alltäglichen Selbstversorgung (Zimmer aufräumen/putzen, Wäsche waschen, Taschengeld einteilen u. a.)
  • Förderung einer aktiven Freizeitgestaltung
  • Begleitung in das Herkunftssystem und zu Ämtern, Ärzten, Beratungsstellen u. a.
  • Aufsuchende Eltern- und Familienarbeit (Hausbesuche, ggf. auch nachgehend) sowie Eltern- und Familiengespräche in der Schutzstelle
  • Abschätzung des Gefährdungsrisikos
  • Sozialpädagogische, psychologische und ggf. kinder- und jugendpsychiatrische Diagnose

Maßnahmendauer

  • Innerhalb von drei Monaten soll eine Rückführung erfolgen oder eine weitere Erziehungshilfe eingeleitet werden

Kooperation

  • Jugendamt (Bezirkssozialarbeit, Vermittlungsstelle)
  • Vorangegangene, begleitende oder nachgehende erzieherische Hilfen
  • Kinder- und Jugendlichenpsychiater, -psychotherapeutinnen und Heckscher Klinik
  • Krisen-Interventions-Team (KIT) München
  • Familien-, Drogen- und Schuldnerberatungsstellen u. a.

Personal

  • Achteinhalb pädagogische Fachkräfte sowie 20 Stunden psychologischer Fachdienst für bis zu acht Jugendliche

Lage

  • Großes Einfamilienhaus mit Garten im Stadtbezirk Sendling-Westpark
  • Von der Stadtmitte mit der Tram 18 Richtung Gondrellplatz bis zur Haltestelle Säulingstraße, danach 200 Meter Fußweg